Kinder und Jugendliche schützen und stärken

In vielen Bereichen unserer kirchlichen Arbeit begegnen uns Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters. Je nach Alter und Situation können dabei verschiedene Themen berührt werden, die mit Körper, Nähe, Grenzen oder Sexualität in Verbindung stehen.

Dazu gehören beispielsweise Körperkontakt bei Kennenlernspielen, Fragen der Hygiene während Übernachtungen oder persönliche Fragen, die im Rahmen langjähriger und vertrauensvoller Beziehungen entstehen.

Wir möchten Kindern und Jugendlichen Raum geben, ihre Fragen zur Sexualität offen zu stellen. Sie sollen alters- und entwicklungsangemessene Antworten erhalten. Bei Bedarf ziehen wir Fachpersonal hinzu.

Uns ist bewusst, dass Mitarbeitende auch in diesem Lebensbereich eine Vorbildfunktion haben. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Themen soll dazu beitragen, dass junge Menschen Mitarbeitende als kompetente Ansprechpersonen wahrnehmen können.

Vielfalt achten

Sexualität gehört zur Persönlichkeit eines Menschen und wird in jedem Lebensalter unterschiedlich gestaltet und gelebt.

Wir achten und schätzen die Vielfalt von Lebensformen, Familienformen und Rollenbildern in unseren Gremien und Teams. Diese Vielfalt bringt für uns zum Ausdruck, dass wir alle geliebte Geschöpfe Gottes sind.

Gefühle und Beziehungen

Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende bringen Gefühle und Erfahrungen aus ihrem persönlichen Umfeld mit in die Kirchengemeinde. Auch im Miteinander vor Ort entstehen Emotionen.

Wir möchten Raum geben, diese Gefühle auszusprechen. Zugleich sollen Kinder und Jugendliche bei uns positive Erfahrungen mit freundschaftlichen und nicht-sexuellen Beziehungen sammeln können.

Auch Paarbeziehungen, Verliebtheit, Trennungen und die damit verbundenen Dynamiken können Themen der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sein. Diese Themen werden wahrgenommen und angemessen berücksichtigt.

Grenzen wahrnehmen und achten

Wir treffen Vorkehrungen, damit in Gruppen und Kreisen, während Freizeiten und in anderen Situationen die Grenzen jedes einzelnen Menschen möglichst nicht überschritten werden.

Dafür ist es notwendig, dass sich alle Beteiligten auch ihrer eigenen Grenzen bewusst sind. Hilfreiche Fragen können sein:

  • Was mag ich im Zusammensein mit der Gruppe
  • Wo brauche ich selbst Freiraum?
  • Wo muss ich anderen Freiräume lassen?

Solche Fragen helfen dabei, die eigenen Grenzen und die Grenzen anderer wahrzunehmen und zu wahren.

Dabei achten wir auf die gesetzlichen Schutzaltersgrenzen sowie auf mögliche Machtgefälle innerhalb unserer Kirchengemeinden.

Informationen für Eltern und Sorgeberechtigte

Über die Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen informieren wir Eltern, Sorgeberechtigte und weitere Interessierte. Dies ist besonders vor größeren Maßnahmen wie Freizeiten wichtig.

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, mit dem Kirchenvorstand über neue Themen, Fragen oder Anregungen ins Gespräch zu kommen.

Kontaktdaten von Ansprechpersonen und Beratungsstellen finden Sie auf der Seite „Ansprechpersonen und Hilfe“.