Osternacht 2026

Die Osternacht begann in diesem Jahr vor der dunklen Christuskirche an der Feuerschale. In der Stille des frühen Morgens versammelte sich die Gemeinde im Schein des Feuers, während die neue Osterkerze entzündet wurde – Zeichen für das Licht Christi, das die Dunkelheit überwindet. 
Mit kleinen Osterkerzen in den Händen zogen die Gottesdienstbesucher an-schließend in die noch dunkle Kirche ein. Nur das Licht der Osterkerze leuchtete zunächst im Raum. Nach und nach wurde das Osterlicht von Mensch zu Mensch weitergegeben. Immer mehr kleine Flammen erhellten die Kirche, bis schließlich der Raum in warmem Kerzenschein leuchtete. So wurde sicht-bar und spürbar, worum es in der Osternacht geht: Gottes Licht breitet sich aus und schenkt Hoffnung mitten in der Dunkelheit. 
Die Feier führte durch die großen Geschichten des Glaubens – von der Schöpfung über die Befreiung Israels bis hin zur Auferstehung Jesu Christi. In Lesungen, Liedern, Gebeten und Zeiten der Stille wurde deutlich: Gott lässt die Menschen nicht im Dunkeln zurück. Immer wieder schenkt er neues Leben, Hoffnung und einen Neuanfang.

Erleichternd erklang schließlich mitten im hell gewordenen Kirchenraum der Ostergruß:

„Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden!“ 

 

Musikalisch wurde die Osternacht durch ge-meinsam gesungene Lieder getragen, darunter das meditative „Im Dunkel unsrer Nacht“ und die Freudeshymne „Er ist erstanden, Halleluja“. Gerade das Zusammenspiel aus Dunkelheit, Kerzenlicht, Musik und den alten biblischen Worten verlieh dem Gottesdienst eine besondere Tiefe und Atmosphäre. 
Im Anschluss waren alle Besucherinnen und Besucher herzlich ins Gemeindehaus eingeladen. Dort klang die Osternacht mit einem gemeinsamen Osterfrühstück in froher Gemeinschaft aus. Viele nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen, Begegnungen und einem gemütlichem Beisammensein.
Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die diese besondere Feier möglich gemacht haben: allen, die vorbereitet, aufgebaut, dekoriert, musikalisch mitgewirkt, gelesen, organisiert und das Osterfrühstück vorbereitet haben. Ohne dieses große ehrenamtliche Engagement wäre eine so stimmungsvolle einladende Osternachtsfeier nicht möglich gewesen.

 

So bleibt die Osternacht vielen sicherlich als ein eindrucksvoller Beginn des Osterfestes in Erinnerung – als Feier des Lichtes, der Hoffnung und der Auferstehung Jesu Christi.

 

Text:    Pfarrer Stefan Gäb
Bilder:  Renate Stühler
            und Pfarrer Stefan Gäb